La Voce probt online

Viel Gelächter und Aufregung gab’s, als La Voce Honrath zum ersten Mal online probte. Über eine Konferenzschaltung hatten unser neuer erster Vorsitzender Christian Stahl und Chorleiter Mark Rosenthal eingeladen und alle, die zur gewohnten Probenzeit (mittwochs um 19:30 Uhr) dazustießen, wurden mit großem Hallo und Applaus empfangen. Es war so schön, die vertrauten Gesichter wiederzusehen, wenn auch nur einige wenige und nur als kleine Bilder über den eigenen Computerbildschirm verteilt. Elf Chorgeschwister und Mark Rosenthal waren froh und glücklich, dass alle gesund sind und man auch aus Familien- und Freundeskreisen nur Gutes berichten konnte. 

Allerdings stellten wir schon beim Einsingen fest, dass die Verzögerung durch die Technik ein gutes Proben unmöglich macht. Aber das war uns an diesem Abend fast egal. Wir haben noch eine ganze Weile einfach nur geredet, die gemeinsame Zeit genossen und uns für den nächsten Mittwoch verabredet, dann allerdings in Kleinstgruppen, sodass Mark Rosenthal die Möglichkeit hat, mit allen ein wenig einzeln zu proben. 

Zuvor hatte der engagierte Chorleiter die einzelnen Stimmen aufgenommen und online zur Verfügung gestellt. (Der Rhein-Sieg-Anzeiger berichtete.) Das war natürlich für die Probe der eigenen Stimme sehr hilfreich, nur fehlte da die Gemeinsamkeit, die jetzt durch die Konferenzschaltung hergestellt werden sollte.

Ein großes Lob sei an dieser Stelle auch unserem neuen ersten Vorsitzenden Christian Stahl ausgesprochen, der den Vorsitz an der Jahreshautversammlung im März übernommen hat. Mit motivierenden Mails, der Idee der Konferenzschaltung und dem Verschicken von CDs an die Chorgeschwister, die keinen Zugang zum Internet haben, begleitet er den Chor durch die schwierige Zeit. 

Aus beruflichen Gründen sah sich unser vorheriger erster Vorsitzender Horst Reisdorf gezwungen, sein Amt, das er zwölf Jahre lang bekleidet hatte, abzugeben. Ihm gilt unser herzlicher Dank für seinen unermüdlichen Einsatz in dieser langen Zeit. Mit Christian Stahl wurde ein würdiger Nachfolger gefunden, der sich freut, für La Voce Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit allen lieben Menschen im Chor und unserem Chorleiter die Zukunft von LaVoce zu gestalten. „Ich hoffe, dass ich die Nachfolge von Horst Reisdorf würdig vertreten kann. Auch bin ich wahnsinnig stolz darauf, dass mir ein Team zur Seite steht, das mich mit seiner jahrelangen Erfahrung unterstützt“, sagte der Inhaber eines erfolgreichen Logistik-Unternehmens nach seiner einstimmigen Wahl. Horst Reisdorf sicherte ebenfalls seine weitere Unterstützung zu und wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg. 

Wann die Proben wieder ganz normal aufgenommen werden können, ist im Moment noch sehr ungewiss. Sicher ist nur eines: Die erste reguläre Probe wird eine richtig schöne Feier mit vielen Umarmungen, gutem Essen und Trinken und natürlich auch ein wenig Gesang. 

Bleiben Sie gesund, bleiben Sie zu Hause und freuen Sie sich auf die Zeit danach!

Christian Stahl
Christian Stahl


Neues Projekt: Bloch und Desprez

Auf Eis gelegt aber nicht ad acta!

In der vergangenen Probe hat uns unser Chorleiter Mark Rosenthal unser neues Projekt vorgestellt. Einen kleinen Vorgeschmack gab es schon beim Mittwinterkonzert mit „Yihyu l'ratzon imrei fi", das unser Publikum mit geschlossenen Augen genoss. Im November 2020 sollen die ersten 3 von 5 Teilen des Werkes AVODATH HAKODESCH von Ernst Bloch nebst der ersten Hälfte der "L'Homme Arme" Messe von Josquin DePrez aufgeführt werden.

 

Wir werden Blochs AVODATH HAKODESCH auf Standardhebräisch singen, was einerseits eine besondere Herausforderung darstellt, andererseits aber auch unseren Respekt vor dem Werk und dem jüdischen Glauben ausdrücken soll. Die "L'Homme Arme" Messe wird natürlich auf Lateinisch gesungen. Wer also Freude hat an Musik, mit und an seiner Stimme arbeiten will, ist bei uns genau richtig. Mark Rosenthal bietet in jeder Probe ein gründliches Einsingen an; wer intensiver an seiner Stimme arbeiten möchte, kann auch Gesangsunterricht bei dem in den USA geborenen Vollblut-Musiker nehmen. 

Willkommen sind uns natürlich alle, besonders freuen wir uns über Bässe.

Wer mitmachen möchten, halte sich bitte das Wochenende vom 20. - 22. November frei.

Wir alle haben noch die Bilder aus den Nachrichten im Kopf von Gedenkstunden in Auschwitz, von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die als alte Menschen noch immer gezeichnet sind von dem unfassbaren Leid, das sie als Kinder und Jugendliche erlitten haben. Gerade in Zeiten des wieder erstarkenden Antisemitismus, der Radikalisierung und Verrohung der Sprache, die zwangsläufig mit der Verrohung der Gesellschaft einhergeht, ist es uns ein Anliegen, dieses ebenso großartige wie berührende Stück jüdischen Kulturgutes aufzuführen.

Proben: mittwochs ab 19:30 Uhr, Honrath, Zum Kammerberg 1- 3. 

 

Zu Bloch: Sphärische, meditative Klänge, die ihre Kraft aus dem Brunnen der Zeit zu schöpfen scheinen, wechseln sich ab mit temperamentvollen Passagen. Unwillkürlich hat man Bilder aus dem Heiligen Land vor Augen, die Zinnen des alten Jerusalem, Palmen, den unter sengender Hitze flirrenden See Genezareth. Besten Wissens ist dies hier das erste Mal in der musikalischen Geschichte, dass diese zwei sehr unterschiedliche Werke zusammen im gleichen Programm aufgeführt werden. Der Grund dafür ist, dass das Leitmotiv für Bloch dem Leitmotiv des DePrez nahezu identisch ist, ein faszinierender Zufall.  Geplant ist dann, beide Stücke im vollen Umfang im Jahr 2021 zu präsentieren, also starten wir ein Projekt, was sich über zwei Jahre erstrecken wird.

 



La Voce sagt Danke!

Stehende Ovationen für zwei gelungene Konzerte
Stehende Ovationen für zwei gelungene Konzerte

Juliana Laenger beeindruckte ebenfalls mit einer weiten Bandbreite ihres Könnens. Trotz ihrer Jugend spielt sie mit emotionaler Reife und zeigte mit der Caprice Nr. 20 von Niccolò Paganini, dass sie die Herausforderung liebt. 

Einen Höhepunkt des Konzertes bescherten die beiden Musikerinnen ihrem Publikum als Zugabe: Nadia Birkenstock hatte eigens für dieses Konzert ein von irish Folk inspiriertes Stück komponiert, bei dem beide Musikerinnen ihre Virtuosität zeigten.

Außerdem begleiteten sie Mark Rosenthal bei seinem Tenorsolo „I wonder als wander“, das er mit viel Ausdruck intonierte. 

Ein besonderer Genuss war das Stück Yihyu l’ratson imrefi (Psalm 19:14), aus AVODATH HAKODESCH, Teil III (Ernst Bloch). Mark Rosenthal bat das Publikum, die Musik mit geschlossenen Augen zu genießen. Als die letzten Töne dieses sehr emotionalen Stückes noch im Raum schwebten, herrschte Stille, erst nach einer Weile dankte das Publikum mit frenetischem Applaus. 

 

Ganz herzlich möchten wir uns bedanken bei allen unseren Besucherinnen und Besuchern, die uns am Konzertwochenende zwei volle Kirchen beschert und mit stehenden Ovationen bedacht haben. Es hat uns allen viel Spaß gemacht, für Sie zu singen und zu spielen und wir freuen uns schon auf das nächste Projekt mit unserem fantastischen Chorleiter Mark Rosenthal. Auch ihm danken wir für die Zusammenstellung des abwechslungsreichen Programms und die intensiven Proben, bei denen wir immer Spaß hatten. 

Ganz besonders danken wir unseren beiden Gästen Juliana Catriona Laenger und Nadia Birkenstock.

Die virtuose Harfenistin komponierte Stücke und Vorspiele eigens für dieses Konzert, die sie gemeinsam mit der jungen Ausnahme-Violinistin Juliana Laenger spielte.  Zwischen den beiden Musikerinnen und unserem Chorleiter stimmte die Chemie und so wurde das Konzert für alle zu einem berührenden Erlebnis. 

Nadia Birkenstock machte ihrem internationalen Ruf alle Ehre und begeisterte ihr Publikum mit den zauberhaften Klängen ihrer Harfe und einer Stimme wie warme Schokolade. Melancholisch oder beschwingt, keltisch oder italienisch - diese großartige Künstlerin ist in vielen Genres zuhause und entführte ihr Publikum auch mit ihrer überaus charmanten Moderation in ferne Welten.

 

Juliana Laenger mit der Caprice Nr. 20 von Paganini
Juliana Laenger mit der Caprice Nr. 20 von Paganini

Seinen Sinn für Humor bewies Mark Rosenthal mit dem letzten Stück vor der Zugabe: Da es bei jeder Weihnachtsfeier auch Menschen gibt, die zu tief ins Glas schauen, stellt sich auch hier immer wieder die Frage: Was soll man mit dem Betrunkenen tun? „What shall we do with the drunken sailor?“ gab der Chor in einer musikalisch anspruchsvollen Fassung von Robert Sund zum besten, eingeleitet von rhythmischem Schluckauf. 

Zum Schluss danken wir auch der Gaststätte Bockenbusch, wo unser Konzertwochenende mit freundlichem Service und bei überaus leckerem Essen gemütlich ausklang. 


"Ihre Musik scheint von innen zu leuchten: Die Höhen sind glockenhell.., die Bässe weich wie heisse Schokolade. Im Zusammenspiel mit dem Gesang entsteht Klangschönheit, die eben nicht nach billigen Effekten hascht, sondern im Dienst der Musik steht."
Südwestpresse

"Die Klarheit ihrer Stimme, ihr aussergewöhnlicher Anschlag und die Anmut, die sie charakterisieren, fesseln ihre Zuhörer." 
DNA (France)



Bisherige Projekte (eine Auswahl):

Chorproben:

mittwochs, 19:30 - ca. 21:30 Uhr

im Nebengebäude des Kindergartens Honrath

Zum Kammerberg 1 - 3 

53797 Lohmar - Honrath


Kontakt

Christian Stahl

1. Vorsitzender

Birken 9

53797 Lohmar

022069120939

birken.chris@gmx.de